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Zu Besuch in Usuka, August 2008

„Etwas mit eigenen Augen zu sehen, ist mehr wert als mit
eigenen Ohren davon zu hören.“

Der Empfang ist temperamentvoll, überwältigend, unwiderstehlich. Nach fast 2 Tagen Anreise – davon 18 Std. Eisenbahn – erscheint unsere Müdigkeit wie weggesungen, -geklatscht, -getanzt. Umarmungen, Blumen, Ketten; wir werden einbezogen in die Gemeinschaft unserer Gastgeber. Wir sind angekommen in Usuka und Makoga. Wir, 16 Jüngere und Ältere, aus Petri und Christophorus.

„Wer andere besucht, soll seine Augen öffnen, nicht den Mund.“

Unsere Partnergemeinden haben für den achttägigen Aufenthalt unendlich viel Ideen, Arbeit, Zeit und Kosten investiert. Wir wohnen in Makoga im Gemeinde- und im Pfarrhaus. Solarlicht in den Räumen, Wasser aus dem Hahn – Luxus, den unsere Gastgeber nicht haben, neu installiert für unseren Besuch. Ein Team von Frauen verwöhnt uns mehrmals am Tag, bekocht uns, mühevoll in hergebrachter Weise am Boden auf Holzfeuer. Familien laden uns ein, wir lernen ihre Nachbarn, ihre Freunde kennen. Wir besuchen Schulen, sind beeindruckt vom Montessorikindergarten, der Nähstube, dem Projekt „Tierfarm“. Ein Höhepunkt, der Jubiläumsgottesdienst: Bischof, Dekane, Pfarrer, mehrere Chöre, viele Menschen, groß und klein, feiern etwa 4 Stunden.

„Man liebt den anderen nicht, wenn man von ihm nichts annimmt.“

Immer wieder erhalten wir Geschenke: Kleider, Hemden, Kangas, Körbe – Erdnüsse, Tee, Kaffee für die Daheimgebliebenen, zwei kunstvoll geschnitzte Figuren für unsere Gemeinden. Eltern schenken zum Dank für Schulgeldhilfe Erdnüsse und Tee, sogar eine Ziege. Unsere Solarlampen erfreuen die Empfänger. Hier z.B. spüren wir, wie verwöhnt wir zu Hause unseren Alltag leben. Solarlicht für Usuka, ein dringendes Projekt!

„Du weißt nicht, wie schwer die Last ist, die du nicht trägst.“

Bei Treffen mit Pfarrern und Mitarbeitern aus Usuka und Makoga sprechen wir über Anliegen und Notwendigkeiten ihrer Gemeinden. Erste Priorität hat die Bildung für Kinder und Jugendliche. Der Grundschulbesuch ist gebührenfrei, doch müssen Eltern für Schulkleidung und – material aufkommen. Problematisch wird die weiterführende Secondary, die jhrl. bis zu 350 € kosten kann. Ganz abgesehen von den weit höheren Ausbildungs – oder Studienkosten. Wie geht das zusammen, wenn z.B. ein Pfarrer 27 €, ein Evangelist ca. 5 € mtl. verdienen, der Boden karg, die Ernte nicht immer gewährleistet ist? Sorge bereiten auch die vielen Waisenkinder, haben doch die Familien, die sie, wenn möglich aufnehmen, meist eigene Kinder. Vieles mehr ist zu berichten. Dazu laden wir Sie am 2. Februar herzlich ein.

Waltraut Volkmann

adollinger | 20. Mai 2009, 13:02 |

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