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Frao Volkmann hält die Lesung

Zwanzig Jahre "Eine-Welt-Laden" in der Petrigemeinde

Im November 1983 haben einige Vaterstettener Gymnasiasten den Eine-Welt-Laden gegründet. Aufgrund dieser Initiative von engagierten jungen Menschen fanden sich auch einige Erwachsene dazu, die im Ladenteam mitarbeiteten. Inzwischen hat mancher der jungen Gründerriege eine eigene Familie und lebt in anderen Regionen. Nun sind für dieses Jahr ein paar Aktionen in Planung, damit dieses Jubiläum bekannt wird und für den Laden neue Käufer und Mitarbeiter gefunden werden können.
Im Eine-Welt-Laden werden Verbrauchsgüter wie Tee, Kaffee, Schokolade, Gewürze und Gebrauchsgüter wie Spielwaren, Textilien, Musikinstrumente, Papiere, Korbwaren und Keramik angeboten. So genannte alternative Handelsorganisationen schließen Verträge mit Kleinbauern und Produzenten in den Ländern der südlichen Erdhalbkugel. Die meist in Genossenschaften oder Selbsthilfegruppen organisierten Produzenten erhalten eine Mindest-Preisgarantie und langfristige Abnahmeverträge. Sie erhalten somit faire Preise. Durch leichten Preisaufschlag auf die Produkte werden zusätzlich soziale Maßnahmen im Bildungs- und Gesundheitsbereich unterstützt. Als wichtiger Ansatz gilt auch der ökologische Landbau damit die Kleinbauern ihre eigenen Lebensgrundlagen erhalten können.
Besonders sinnvoll ist der Einkauf von Verbrauchsgütern, die immer aus der so genannten 3. Welt stammen, wie Tee, Kaffee, Gewürze, etc..
Wer fair gehandelte Produkte kauft, unterstützt damit wirksam vertraglich abgesicherte Projekte in den jeweiligen Ländern.Da die Mitarbeiterinnen des Eine-Welt-Laden ehrenamtlich tätig sind, erwirtschaftet der Laden auch kleine Gewinne. Dieses zusätzliche Geld wird regelmäßig direkt an Projekte weitergeleitet. Zum Beispiel wurden in den letzten beiden Jahren bisher € 1.320,00 für die Erzieherinnen-Ausbildung einer jungen Frau aus der Partnergemeinde Usuka in Tansania verwendet. Nach bestandenem Abschluss, kann die fertige Kindergärtnerin dann die Leitung des dort geplanten Kindergartens übernehmen. Dies ist praktische Hilfe zur Selbsthilfe.
Wir fragen uns manchmal ob wir uns eine etwas „teurere“ Tasse Tee oder Kaffee leisten können. Wir sollten uns aber eigentlich fragen ob wir es uns leisten können, diese Cent nicht denen zukommen zu lassen, die sie wirklich brauchen und zwar nicht in Form von Almosen sondern in einem partnerschaftlichen Austausch.
Der Laden im Katharina-von-Bora-Haus hat jeden Mittwoch von 16.00 Uhr bis 18.30 Uhr und am Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr geöffnet.

sb | 1. Oktober 2007, 23:08 |

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