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Kirchenvorstandklausur

Am Samstag, 14.1., morgens bei eisigen Temperaturen fuhren wir an den Chiemsee. Mit uns kam Gabriele Randak, eine Supervisorin, die uns schon vor zwei Jahren erfolgreich begleitet hat.
Wir hatten viel vor:

– Seit mehreren Jahren ist es immer offenkundiger geworden, dass sich die ehren- und hauptamtliche Führung unseres Kinderhauses Katharina von Bora immer schwieriger, zeitaufwändiger und praxisferner gestaltet. So war der Kirchenvorstand seit gut einem Jahr unterwegs, nach einer professionellen Trägerschaft zu suchen, ohne jedoch das Kinderhaus von der Kirchengemeinde entfremden zu wollen. Nach diesem langen Weg konnte nun auf der Fraueninsel die Entscheidung gefällt werden, mit EKiM (Evangelische Kindertagesstätten in München) Verhandlungen zur Übernahme der Trägerschaft zu
beginnen.

– Vor über zehn Jahren hatte der damalige Kirchenvorstand Pfarrer Stephan Opitz auf die 1. Pfarrstelle gewählt. Zehn Jahre sind eine lange Zeit, und so ist es ein guter Brauch, an dieser Stelle ein Perspektivgespräch zwischen dem Pfarrer und dem Kirchenvorstand zu führen. Passt man noch zusammen? Wo sind Korrekturen notwendig? Was möchte man ändern? Wir näherten uns dem aus verschiedenen Perspektiven. Es waren bewegende und zum Teil sehr intime Gespräche. Ich darf aber so viel ausplaudern:
Wir freuen uns, dass Pfarrer Opitz bei uns bleibt! Gleichzeitig haben wir vereinbart, ihn mehr ehrenamtlichzu unterstützen als bislang geschehen. Hauptamtlich wird Pfarrer Sedlmayr das Seine dazu tun, indem er freiwerdende Kapazität aus dem Kinderhaus einbringen wird.

– Ihre große Spendenbereitschaft hat es möglich gemacht: In wenigen Wochen kann der Einbau der neuen Orgel für die Petrikirche beginnen. Was machen wir mit der alten Orgel bzw. dem, was nach dem Versteigern der Pfeifen davon übrigbleibt? Es gibt nur ein kurzes Zeitfenster, in dem die Kirche wegen des Neubaus gesperrt ist, die Überreste der alten Orgel abzubauen. Niemand weiß, ob wir die Rückwand neu verputzen, den Boden neu verlegen müssen? Das in den wenigen Wochen zu meistern, ist eine sportliche Aufgabe, und das „Orgelabbauteam“ ist um jede helfende Hand froh.

– Das vierte Thema war„auf–einander–zu“, die Gestaltung der ökumenischen Woche zum Reformationsjubiläum im Oktober. Vieles wurde schon im Verborgenen organisiert und vorbereitet; dazu und zu vielen weiteren Ideen wurde aus dem Kirchenvorstand Hilfe eingefordert. Das allein wird nicht reichen – auch hier werden noch viele helfende Hände gesucht. Das Wetter meinte es nicht unbedingt gut mit uns – nur auf eines konnten und wollten wir nicht verzichten: die morgendliche Schweigemeditation um kurz nach sieben, so zwischen Nacht und Tag, wenn die Konturen anfangen, sich aus dem Dunkel zu schälen. Der Werkstattgottesdienst am Sonntagvormittag mit gemeinsamem Abendmahl krönte dann unseren Aufenthalt auf der Fraueninsel, und zum Abschied zeigte sich endlich die ersehnte Sonne.
Viele Grüße Stephan Botta

B.G. | 12. Februar 2017, 21:13 |

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