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"Zeit und Raum"

Geehrte Leserschaft!

Können Sie sich daran erinnern, was Ihnen in den Jahren 1982 und 1997 wichtig war? Der Orgelneubau in der Petrikirche hat mich zum Erinnern und Nachdenken geführt. Im März 1982, nach der Gesellenprüfung als Orgelbauer, habe ich die Orgelstadt Lübeck verlassen, um in der Mozartstadt Salzburg mein Studium aufzunehmen. Im Gepäck befanden sich zwei alte Notenbücher, die Klaviersonaten von W.A. Mozart und ein Sammelband mit Klavierwerken F. Chopins. 1997 wurde der erste von mir als Orgelsachverständiger der ELKB begleitete Orgelneubau fertiggestellt, das Instrument befindet sich in der Jubilatekirche Putzbrunn, gefertigt von Orgelbau Josef Maier
aus Hergensweiler. Das Orgelprojekt Petrikirche war eine „harte Nuss“ – und das für alleBeteiligten. Täler und Berge mussten überwunden werden. Am Ende haben nur scheinbar wir entschieden, an welchem Ort das Instrument etabliert werden soll. Jedoch nicht wir, sondern der Kirchenraum hat uns gezeigt, welche Stelle die geeignetste ist. Und genau an diesem Platz befindet sich die neue Orgel, mit genügend Raum zu den Seiten und nach unten hin, mit klanglicher Präsenz von oben nach unten in den Kirchenraum hinein.Ein genaues Hinsehen macht bewusst, dass die Orgel dem Kirchenraum mehr Raum als Fläche abgetrotzt hat. Nun hoffe ich sehr, dass die Orgelmusik in ihrer ganzen Vielfalt die Herzen der Menschen in der Petrigemeinde erreicht.
Mit herzlichen Grüßen,
Markus Bunge, Orgelsachverständiger

B.G. | 17. Mai 2017, 07:25 |

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