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Musik-Fenster zu Gott

Die „deutsche Musik- und Theaterlandschaft“ wird voraussichtlich in den kommenden Jahren auf der UNESCO-Liste der immateriellen Kulturgüter der Welt stehen. Denn in unserem Land gibt es ein enorm reichhaltiges, öffentlich gefördertes Musikleben. Dahinter steht eine Musikbegeisterung, die für uns grundlegend ist. Martin Luther z.B. war nicht nur persönlich ein musikalischer Mensch. Er wollte, dass die Leute in der Kirche singen und hob die grundsätzliche Bedeutung von Musik hervor. Er meinte, dass „allein die Musik das schaffen kann, was die Theologie sonst schafft: nämlich innere Ruhe und
ein fröhliches Gemüt“.

Musik ist eines der Fenster, die wir zu Gott haben. Das wussten schon die Menschen des Alten Testaments. Schon vor Christus bekamen die Menschen im antiken Mesopotamien davon etwas mit und schätzten die Musik der Israeliten. In den Psalmen heißt es, wir erreichen Gott durch das Lob mit einer Vielfalt von Instrumenten. In der Kirche ist die Orgel, die Klänge vieler anderer Instrumente spielbar macht, besonders beliebt gewesen.

Musik ist zuletzt etwas, was mich tief geprägt hat. In den letzten fünfzig Jahren bin ich auf den Geschmack sehr unterschiedlicher Musik gekommen: lauter und leiser, moderner und klassischer, kirchlicher und weltlicher. Die Vorlieben haben sich im Laufe der Zeit gewandelt – aber nichts ist verloren. Die verschiedenen Arten der Musik lassen verschiedene Phasen meines Lebens lebendig werden, und ich genieße es, z.B. alte Platten wieder „auszugraben“. Das Musik-Fenster zu Gott ist bunt und setzt nur wenig Staub an – die Leuchtkraft bleibt.

Ihr Gereon Sedlmayr

B.G. | 11. Juli 2017, 09:39 |

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