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Qual der Wahl

Ein riesiges Forum – so schildert es das erste Kapitel der Apostelgeschichte: 120 von den ersten Christen hat Petrus nach den Ereignissen von Karfreitag, Ostern und Himmelfahrt um sich versammelt. Nachdem Judas sich das Leben genommen hat, geht es um die Frage: Wer soll nun der zwölfte Apostel werden? Es gibt zwei gute Kandidaten – einen prominenteren, Joseph Justus (der Gerechte) Bar-Sabbas, und den weniger bekannten Matthias.

Kennen Sie das Gefühl, das die Jünger dort befallen haben wird? Man muss zu einer Entscheidung kommen, aber kann das eigentlich nicht mit ganz astreinem Gewissen. Es gibt einfach mehrere gute Leute!

Die ersten Christen greifen in der Situation zu einem Verfahren, das in den folgenden 2000 Jahren des Christentums bei schwierigen Personalentscheidungen kaum wiederholt werden wird. Sie werfen das Los. Matthias wird dadurch der Zwölfte des ersten Apostelkreises.

Petrus hat dies nicht von oben herab entschieden – wie die Päpste später. Die Jünger sind durch das Verfahren entlastet – das ist nicht unwichtig! Außerdem konnten externe Mächte nicht in die Auswahl hineinpfuschen.

Trotzdem ist man im Laufe der Zeit zumindest in der evangelischen Kirche dazu gekommen, dass demokratische Verfahren und nicht ein Los das Bodenpersonal Gottes bestimmen. So wird es auch bei der Kirchenvorstandswahl sein. Wir bitten Sie darum, auch Ihre Stimme zu geben. Wir bitten Sie, die Entscheidung mitzutragen – auch wenn eine Wahl etwas Qual bedeutet.
Ihr Gereon Sedlmayr

B.G. | 17. September 2018, 19:39 |

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