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nachgedacht

Die Osterkerzen der vergangenen Zeit leuchten
nicht mehr in der Petrikirche. Sie haben jeweils
ein Jahr auf die Auferstehung hingewiesen. Jetzt
stehen sie in der Sakristei im Schrank.

Neulich ist mir aufgefallen: Es ist schön, in den
Schrank mit den gebrauchten Osterkerzen zu
schauen. Die Kerzen haben gewissermaßen etwas
Poetisches. Sie mögen alt sein, die Zahlen auf
ihnen sind nicht mehr diejenigen unseres Jahres,
aber sie leuchten noch wie am ersten Tag. Sie
sagen: Die Hoffnung wird nicht alt.

Und so hole ich auch gerne gelegentlich eine von
ihnen aus ihrem Schrank und stelle sie etwa bei
den Konfirmanden in die Mitte. Jesus hat einmal
gesagt: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir
nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis,
sondern wird das Licht des Lebens haben.“
Aber das muss ich nicht jedes Mal wiederholen.
Die Kerze spricht fu?r sich. Ich muss sie nicht groß
kommentieren.

Natürlich weiß ich: Die Kerze brennt nicht
unendlich. Sie verzehrt sich. Aber sie leuchtet
und macht damit deutlich, dass das Helle und
Strahlende dieser Welt ein Vor-Schein sein kann
für Gott und seine Wirklichkeit.
Ihr Gereon Sedlmayr

B.G. | 3. Februar 2019, 17:19 |

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