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Artionale - Kunst der Gegenwart

Schon aus der Eiszeit gibt es Funde, die zeigen:
Kunst und Religion sind von je her aufeinander
bezogen. Allerdings ist das Verhältnis der jeweils
aktuellen Kunst zur Religion oft nicht einfach gewesen.
Der größte Bildhauer des Alten Griechenlands,
Phidias, wurde etwa der Blasphemie bezichtigt
und starb. Im Alten Israel waren
künstlerische Darstellungen ein Problem.
Das Christentum hat die Konfliktgeschichte
geerbt und erst im Laufe der Zeit die Kunst
zu schätzen gelernt. Im Reformationszeitalter
gab es gewaltige Bilderstürme – aber
Martin Luther hatte ein entspanntes
Verhältnis zur Kunst, und einer seiner
besten Freunde, Lucas Cranach, war zugleich
großer Künstler. Seit der Zeit der Romantik
ist das Verhältnis von Gegenwartskunst und
Religion oft intensiv, wenn auch nicht
immer spannungsfrei.
So ist es ein spannendes Unternehmen, dass die
evangelische Kirche in München alle drei bis fünf
Jahre eine Ausstellung von Gegenwartskunst in
ihren Kirchen unternimmt – die Artionale, die im
Oktober diesen Jahres stattfinden wird. Kuratorin
ist Benita Meißner von der Deutschen Gesellschaft
für christliche Kunst. In diesem Jahr wird sich
auch die Petrigemeinde Baldham an der Artionale
beteiligen und eine Video-Künstlerin in der
Kirche ausstellen. Die Künstlerin, die damit auch
unseren Kirchenraum in neuer Weise wahrnehmen
lassen will, ist die 1959 in Dingolfing geborene
Münchener Künstlerin Monika Huber. Themen,
die sie für die Petrikirche in Arbeit hat, werden
das Paradies und der Garten sein.
Ihr Gereon Sedlmayr

Bildnachweis: Monika Huber, Bild: EMH- Jens Schmitt

B.G. | 17. Mai 2019, 18:50 |

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