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Hermann Schreiner

Lieber Hermann, viele Gemeindemitglieder kommen
gern in Deine Gottesdienste; Du bist aber
weder Pfarrer noch Diakon, sondern Lektor.
Was ist Dein ursprünglicher Beruf?
Ich freue mich sehr, dass die Petrigemeinde meine
Gottesdienste gern besucht. Dass ich mal Lektor
in Petri sein würde, war mir nicht in die Wiege
gelegt. In meinem „zivilen“ Beruf war ich Lehrer
für Französisch und Latein – zuletzt am Gymnasium in Haar.

Was hat Dich dazu bewogen, Lektor zu werden?
Die Initiative dazu ging von Pfarrer Stephan
Opitz aus. Er hat mich bei der Hochzeit unserer
‘entdeckt“, als ich in der Petrikirche
Fürbitten las. Aber vielleicht bin ich auch
erblich vorbelastet: Mein Vater war Pfarrer an der
Matthäuskirche in München, unser Sohn ist seit
über zehn Jahren „dean“ (Dekan) an der anglikanischen
Kathedrale in Québec/Kanada.

Wann hast Du mit der Ausbildung begonnen und wie lange hat sie gedauert?
Meine Ausbildung, die einen theologischen und
einen praktischen Teil beinhaltete, begann 2009
und endete nach acht Wochenenden im Januar
2010 mit einer Prüfung bei der Regionalbischöfin.

Als Lehrer hast Du immer vorne an der Tafel gestanden.
War es nicht sehr ungewohnt für Dich, plötzlich wieder „Schüler“ zu sein?
Es war natürlich eine Herausforderung, nach über
35 Jahren wieder die „Schulbank“ zu drücken und
sich dann mit 65 Jahren nochmal einer Prüfung
auszusetzen.

Wie viele Gottesdienste hast Du seitdem gehalten?
Seit meiner Einführung am Palmsonntag 2010
habe ich etwa 170 Gottesdienste in Petri in Baldham,
in Neukeferloh und in Zorneding gehalten.

Ist das Lektorenamt ein Ehrenamt?
Natürlich bin ich ehrenamtlich tätig.

Was ist dir für einen gelungenen Gottesdienst wichtig?
Für mich ist es sehr wichtig, dass alle Teile des
Gottesdienstes wie Lieder, Gebete und Predigt gut
aufeinander abgestimmt sind. Ich möchte „meiner“
Gemeinde Gottes Wort immer klar, deutlich und
lebendig predigen.

Darfst Du auch taufen und verheiraten?
Nein, das darf ich nicht. Ich darf auch keinen Gottesdienst
mit Abendmahl halten, dafür hätte ich
Prädikant werden müssen, nochmal acht Wochen,
das wollte ich nicht, da ich der Meinung war,
dass der Gemeinde und meinen Kollegen auch so
geholfen ist.

Vielen Dank für die interessanten Infos, lieber
Hermann. Man spürt, dass Dir diese Aufgabe Spaß
macht, Du bist mit Herz und Seele dabei!
Und wir sind sehr froh, dass Du Lektor geworden
bist und die Petrigemeinde nicht nur mit Deinen
Gottesdiensten bereicherst – sondern auch unseren
beiden Pfarrern „freie“ Sonntage zum Auftanken
ermöglichst.

Das Interview führte Karin Dreher

B.G. | 5. Februar 2020, 18:04 |

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