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In Zeiten von Corona

Viele von uns blicken in diesen Tagen mit großer Sorge auf das, was da mitten in unserem Leben geschieht. Die Bilder aus China und Italien verstören, die Nachrichten in Rundfunk und Fernsehen irritieren, das Gefühl, „hier passiert etwas, das sich meiner Kontrolle entzieht“, verunsichert zutiefst und bereitet vielen von uns Angst.

Dass wir das Leben nicht in der Hand haben, in diesen Tagen merken wir es zutiefst. Geschäfte schließen, Unternehmen müssen pausieren, das öffentliche Leben kommt zum Stillstand. Mit unserem „Tun und Machen“ geraten wir an eine Grenze, die uns spüren lässt, wie hilflos und ohnmächtig wir gerade sind.

Auch unser kirchliches Leben ist unterbrochen. Bis auf weiteres bleibt unser Gemeindehaus leer, Besuche finden nur noch in Ausnahmefällen statt, auch die Gottesdienste werden vermutlich in nächster Zukunft nicht stattfinden.

All das zu erleben, bedrückt mich sehr. Am Meisten, dass wir in der gegenwärtigen Zeit einander nicht mehr wie gewohnt begegnen können, Sie und ich, wir und die Bewohner in den Altenheimen, ja bis hin zu jenen Familienangehörigen, die nicht hier, sondern an einem anderen Ort leben.

So fühle ich mich zutiefst an meine Kindheit erinnert, in der ich als kleines Kind – ich war damals zweieinhalb Jahre alt – zwei Jahre lang im Krankenhaus, im Annastift, liegen musste. Damals sorgte man sich vor der Ausbreitung von Bakterien. Familienangehörige durften daher ihre erkrankten Kinder nicht besuchen. Das war schlimm für uns alle. Eines Tages aber hatte mein Vater eine Idee. Er überreichte den Schwestern ein Spielzeugtelefon mit einem langen Kabel. Seither war ich in der Besuchszeit mit meinen Eltern in Kontakt: am Telefon. Was für eine kostbare und heilsame Verbindung war dies für mich in jenen Tagen!

So wünsche ich Ihnen, dass Sie den Kontakt halten, zu Ihren Nachbarn, Ihren Familien und wenn Sie mögen, auch zu uns. Kontakt ist Leben, und das Leben ist kräftig! Sie können uns, Pfarrerin Susanne Hofmann, Pfarrer Gereon Sedlmayr und mich jederzeit erreichen, per Mail, am Telefon – zum Glück ist das Kabel heute länger und stabiler als in damaliger Zeit.

Solange wir uns noch frei bewegen dürfen, stehen Kirche und Unterkirche für Sie offen. Sie mögen Ihnen ein freier und tröstender Raum sein, um eine Kerze anzuzünden und Gott anzuvertrauen, was sie gerade bewegt.

Bis wir uns wiedersehen ….
Gott möge Sie behüten, Ihre Liebsten und alle Menschen in nah und fern.

Ihr Stephan Opitz,
Pfarrer an der Petrikirche
zusammen mit Pfarrerin Susanne Hofmann und Pfarrer Gereon Sedlmayr

So können Sie uns erreichen:

Pfarrerin Hofmann: 0176 / 70 70 48 17
Pfarrer Sedlmayr: 0170 / 23 93 587
Pfarrer Stephan Opitz: 0170 / 34 49 49 9
Das Pfarrbüro zu den Öffnungszeiten: 08106 / 99626

B.G. | 5. April 2020, 00:01 |

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