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Religion in der Ära der Romantik

Eine Zeitung prognostizierte im Jahr 1800, in zwanzig Jahren sei der christliche Glaube in Deutschland vollständig erloschen. Ein Zeitgenosse, der in die Hauptstadt Berlin kam, schrieb: >Die Kirchen waren leer, und verdienten es zu sein; die Theater waren gedrängt voll, und mit Recht.<“ Die Aufklärung erschien den Menschen siegreich gegenüber den Traditionen der Vergangenheit. Man erwartete ein Zeitalter der vollständigen Gleichgültigkeit gegenüber der Religion.

Aber Totgesagte leben länger. Im Jahr 1799 war etwa eine kleine Schrift erschienen: „Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern“. Ihr Verfasser war ein junger Mann namens Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher – Theologe, Seelsorger an der Berliner Charité und gern gesehener Gast des Salons, in dem sich die kreativsten Köpfe des Landes trafen. Allein seine Sprache kam den Menschen revolutionär vor. Die „Reden“ verschafften zahlreichen Lesern eine neue Sicht auf das religiöse Erbe, das neu entdeckt wurde. In dieser Zeit entstand die Romantik als eine vielfältige, innovative Strömung der Geistesgeschichte, die bis heute einen großen Einfluss hat.

Um sie geht es im „Religionsunterricht für Erwachsene“ im Herbst 2020.

23.10., 18.30 – 20.00 Baldham, Gemeindesaal Petrikirche
Gereon Sedlmayr: Gedankliche Grundlagen – die Theologen Johann Gottfried Herder und Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher

30.10., 18.30 – 20.00 Baldham, Gemeindesaal Petrikirche
Anja Dollinger: Religion, Bilderwelt, Künstlerpersönlichkeit – der Maler Caspar David Friedrich

13.11., 17.00 – 18.30 Baldham, Gemeindesaal Petrikirche
19.30 – 21.00 Neukeferloh, Kulturcafe Grasbrunn
Gereon Sedlmayr: Religion in Gedichten der Romantik

20.11., 17.00 – 18.30 Baldham, Gemeindesaal Petrikirche
19.30 – 21.00 Neukeferloh, Kulturcafe Grasbrunn
Gereon Sedlmayr: Heinrich Heine – Das Ende der Romantik und die Religion

B.G. | 8. September 2020, 15:57 |

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