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Arzt schenkt Afrikanern Augenlicht wieder

Baldham – Seit vielen Jahren ist die Petrikirche ihrer Partnergemeinde Usuka in Tansania eng verbunden. Da erwies es sich als glücklicher Zufall, dass Heinz Gerrits, ehemaliger Vorstand des Petri-Fördervereins, noch immer Kontakt zu seinem Studienfreund Klaus Rötting hat. Rötting ist Mitarbeiter der Afrika-Blindenhilfe Hettenshausen, die seit 1995 Operationsreisen in das ostafrikanische Tansania organisiert. Er begleitet den Augenarzt Winfried Grasbon auch selbst und konnte so seinen Vortrag in Baldham mit eindrucksvollen Dias veranschaulichen.

Exakt 3245 Augenoperationen und über 7000 ambulante Behandlungen hat Grasbon mittlerweile in Tansania durchgeführt. Dort gibt es nämlich für zwölf Millionen Einwohner nur einen Augenarzt. So leiden viele Menschen unter Blindheit, hervorgerufen durch den Grauen Star. Diese Krankheit, die in Europa vor allem altersbedingt auftritt, haben in Tansania auch schon Säuglinge, vor allem, wenn die Mutter während der Schwangerschaft Röteln hatte. Eine Operation unter örtlicher Betäubung kann diesen Menschen das Augenlicht wieder schenken. Bepackt mit Medikamenten, Linsen, Stromgeneratoren
und anderen Geräten reist Grasbon mehrmals im Jahr nach Tansania und besucht Krankenhäuser und Missionshäuser, um dort zu operieren.
Die Blinden kommen von weit her und campieren vor den Kliniken, um nur ja unter den Ersten vor Ort zu sein, denn der Andrang ist so groß, dass Grasbon manche Patienten wieder wegschicken muss: Immer dann, wenn er mehrere Tage lang 16 Stunden am Tag operiert hat und sein Urlaub sich dem Ende
zuneigt. Aber es gibt auch Erlebnisse, die Hoffnung machen: „Einmal hat er ein Ehepaar operiert, das seit 18 Jahren blind war. Die Mimik, als die beiden sich zum ersten Mal wieder ansehen konnten, war eine Genugtuung ohnegleichen“. erzählt Rötting mit bewegter Stimme.

Spendenkonto
Afrika-Blindenhilfe, Konto
11908, BLZ 721 516 50, Sparkasse Pfaffenhofen

Ebersberger Zeitung/Münchner Merkur, 04. 04. 08, se

sb | 10. April 2008, 22:25 |

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