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Gemeindeversammlung 2008 in der Presse

Baldham (kp) – Pfarrer Opitz hat viel Witz
Jahreshauptversammlungen sind oft trist, öd und langweilig. Langweilige Rechenschaftsberichte und Kassenberichte, die auf den Cent genaue Beträge enthalten, lassen die Besucher gerne ihre Schmerzgrenze erreichen. Nicht so, wenn man bei der evangelischen Petrikirche in Baldham ist und Pfarrer Stefan Opitz das vergangene Jahr Revue passieren lässt. Statt Langeweile kommt bei seinem fast kabaretthaften Vortrag nicht nur viel Wissenswertes sondern vor allem Heiterkeit und Kurzweil herüber. Eigentlich sollte diese Veranstaltung ein „Muss“ für viele Vereinsvorstände sein.
Kommt man zur Gemeindeversammlung, so der offizielle Name der Jahreshauptversammlung, ist einfach alles anders. Statt langweiliger Tischreihen ein großer Kreis aus Stühlen, der bereitwillig so lange erweitert wird, bis jeder Platz gefunden hat, statt leerer Stühle ein richtiger Andrang und vor allem erkennbare Vorfreude auf den Bericht von Opitz. Und der auch manchmal als Kabarettist auftretende Pfarrer freut sich schon und bringt mit strahlenden Augen selbst schlechte Nachrichten herüber. So beispielsweise dass eine Stellenstreichung die Arbeitsbelastung aller noch mehr steigere und trotzdem gute Arbeit geleistet worden ist. Kein Ereignis des vergangenen Jahres, bei dem er nicht ein Schmunzeln bei allen erreicht. Dies umso mehr, als er es versteht, auch sich selbst auf die sprichwörtliche Schippe zu nehmen.
Dabei sind die Themen durchaus ernster Natur, beispielsweise die Sanierung des Kindergartens im Katharina-von-Bora-Haus, die entgegen der ursprünglichen Planung nun zur vom Kirchenbauamt verordneten Generalssanierung wird – mit all den finanziellen Problemen, die auf die Gemeinde zukommen werden. Dabei haben die Eltern bereits im Vorfeld den Garten in Eigenleistung saniert. Bereits fertig sind hingegen die Dachisolierung und die Heizung von Kirche und Pfarrhaus.
Osterkerzen, die nicht ausreichen, weil so viele in die Osternacht kommen, Kinderbibeltag, neue Homepage, Vorstandsneuwahl beim Förderverein – die Liste der Erfreulichkeiten ist lang. Aber es gibt auch schlechte Nachrichten. Dass es mehr Aus- als Eintritte in die Kirche gibt, macht Opitz „traurig und nachdenklich“. Und dies „in einer Zeit, wo Kirche so wichtig ist“. Aber Opitz und seine vielen Mitstreiter wären nicht so er-folgreich, wenn sie nicht trotzdem mit viel spürbarem Enthusiasmus ins neue Jahr blickten und gleichzeitig hoffen, dass noch mehr Gemeindemitglieder aktiv mitarbeiten. Mitstreiter für Besuchsdienst, Kirchenzeitung oder Petrikreis sowie viele andere Aktivitäten sind nicht nur ausdrücklich erwünscht sondern auch aufgefordert, sich bei der Kirchenverwaltung zu melden. Eine herzliche Auf-nahme in eine große Familie ist ihnen da sicher.
Franz Köppl, Ebersberger Zeitung Münchner Merkur, 26. 2. 2008

sb | 11. April 2006, 20:16 |

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